Abfall vor der Mülltrennung
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Abfälle vermeiden

„Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.“ Trotz einer Flut von Werbung für mehr Konsum können wir es schaffen, einen Teil der Abfälle zu vermeiden. Über etwas mehr Bewusstsein für den überflüssigen „Wohlstandsmüll“ freut sich nicht allein Ihr Umweltgewissen, sondern oft auch Ihr Geldbeutel.

Verschenk- und Tauschmarkt
Tauschen und Verschenken auf kurzem Weg.
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Feste feiern ohne Abfall

Bei Festen können Sie Abfall und Geld sparen. Kaufen Sie Getränke in Pfandflaschen, Fassbier sorgt für Gemütlichkeit. Verwenden Sie doch Porzellan statt Pappe.

Im Büro

Wie können Sie im Büro Abfall vermeiden und dabei häufig auch noch Geld sparen? Im digitalen Zeitalter ist das eigentlich gar nicht so schwer. Viele Nachrichten, die wir per E-Mail erhalten, brauchen nicht extra ausgedruckt zu werden. Auch für das Korrekturlesen ist kein Ausdruck erforderlich, dies lässt sich auch am Bildschirm erledigen.  Wenn gedruckt werden muss, dann am besten doppelseitig, die meisten Drucker lassen sich standardmäßig einstellen. Bei konsequenter Anwendung lassen sich so ohne große Anstrengungen erhebliche Mengen an Papier einsparen.

Lebensmittel und Getränke

Sie gehen zum Bäcker und lassen sich das Brot in den mitgebrachten Brotbeutel packen. Die Folge ist, dass keine Verpackung gebraucht wird, das Verkaufspersonal am Tresen weniger Aufwand hat und die Schlange beim Anstehen kürzer wird.

Was passiert zuhause? Daheim angekommen legen Sie das Brot unverpackt in den Brotkasten. Die Folge ist, dass Sie nicht wegen jeder Scheibe Brot den Laib aus- und einpacken müssen. Zu guter Letzt müssen Sie den Abfall seltener wegbringen...

Die Entscheidung für unverpackte Lebensmittel verändert das Einkaufen, denn im Mittelpunkt steht jetzt das Produkt und nicht die bunte Verpackung. Wochenmärkte sind dafür eine gute Adresse ebenso wie landwirtschaftliche Direktvermarkter.

Eine praktische Baumwolltasche der AWG zum Einkaufen gibt es gegen Vorlage des Coupons im Entsorgungszentrum Bassum (Verwaltung).

Getränke aller Art sind in Mehrwegflaschen erhältlich. Vorsicht, auch wenn sie Pfand für z. B. PET-Flaschen vom Discounter bezahlen müssen, bedeutet dies noch lange nicht, dass dies Flaschen wieder befüllt werden. Aber auch Leitungswasser ist eine gute und gesunde Alternative. Im Landkreis Diepholz hat es eine besonders gute Qualität.

Schreibwaren

Kolbenfüller sind wieder befüllbar. Für Vielschreiber oder in Betrieben mit vielen Beschäftigten lohnt sich die Einliter Tintenflasche. Falls Sie Füller nicht mögen, benutzen Sie Kugelschreiber aus Metall oder Holz mit auswechselbarer Großraummine.

Zum Wiederbefüllen eignen sich Tintenfässer mit Knie. Das Knie bewirkt einen gleichmäßigen Tintenstand an der Öffnung und somit einfacheres Nachfüllen. Die meisten Patronenfüller können Sie mit Konvertern für Tinte nachrüsten.

Textmarker sind als Nass- und Trockenvariante erhältlich. Die Trockenvariante gibt es entweder aus Holz (zum Spitzen) oder mit Mine zum Austauschen. Trocken-Textmarker haben gegenüber Flüssig-Markern folgende Vorteile:

  • Sie trocknen nicht aus.
  • Die Farbe schlägt auf der Rückseite des Papiers nicht durch.
  • Die Leuchtkraft bleibt länger erhalten.

Auch Flüssig-Textmarker sind als nachfüllbare Variante erhältlich.

Klebstoffe

Für flüssige Papier- und Alleskleber gibt es große Nachfüllflaschen. 100 Gramm Klebstoff aus einer großen Nachfüllflasche kosten weniger als halb soviel wie die 100 Gramm Flasche. Und Sie leisten damit einen Beitrag zur Abfallvermeidung.

 

Druckerpatronen

Drucker sind für wenig Geld zu haben. Wenn die Patronen leer sind, erwartet den Druckerbesitzer allerdings oft eine böse Überraschung - neue Originalpatronen sind im Vergleich zum Anschaffungspreis des Druckers teuer. Deshalb einige Tipps zum Geld sparen:

  • wiederbefüllte Patronen kosten nur ungefähr halb so viel wie die neuen Originalpatronen.
  • Patronen für Tintenstrahldrucker selbst befüllen ist die kostengünstigste Variante, erfordert aber handwerkliches Geschick.
  • Der Kauf von Patronen, die nicht vom Hersteller des Druckers stammen, spart zwar Geld hat aber keine abfallvermeidende Wirkung

In einigen Gemeinden im Landkreis Diepholz gibt es ebenfalls „Tintennachfüllstationen“.

Rund ums Papier

Allein beim Kopieren werden in Deutschland pro Jahr 800.000 Tonnen Papier verbraucht. Seien wir doch mal ganz ehrlich. Wie viel von den über die Jahre gesammelten Papieren brauchen wir denn wirklich. Ein Großteil wandert irgendwann doch ungelesen in den Papierkorb. Mit kleinen Verhaltensänderungen können Sie den Verbrauch erheblich reduzieren:

Anregungen zum Papiersparen:

  • Muss die E-Mail oder das Schreiben ausgedruckt werden oder reicht Abspeichern im PC.
  • Brauchen Sie bei jedem Vortrag Kopien von allen Folien oder genügt eine Zusammenfassung?
  • Drucken Sie beidseitig aus.
  • Verwenden Sie Recyclingpapier.
  • Werbeflut reduzieren mit dem Briefkastenaufkleber "Keine Werbung einwerfen!"
  • Eintrag in die Robinson Liste

 

Umweltfreundliche Schulausstattung

In diesem Kapitel möchten wir Sie anregen, auf eine umweltfreundliche Schulausstattung für Ihre Kinder zu achten. Der Papierverbrauch ist sehr hoch. Deshalb sind Maßnahmen in diesem Bereich besonders wichtig. Viele Schüler verwenden "chlorfrei gebleichtes Papier". Diese Bezeichnung ist kein Hinweis auf Altpapier. Zur Schonung der Wälder tragen Sie nur bei, wenn Sie Schulhefte und -blöcke aus 100% Altpapier kaufen.

  • Schulranzen aus Leder sind langlebig. Leder ist robust, pflanzengegerbt enthält es keine Schwermetalle.
  • Füller zum Wiederbefüllen: Es gibt Systeme, die das Wiederbefüllen sehr einfach machen. Wiederbefüllen einfach gemacht: Mit Konvertern können die meisten Patronenfüller wiederbefüllbar gemacht werden.
  • Mäppchen aus Leinen, Jute oder pflanzengegerbtem Leder halten länger. Metallschatullen oder Griffelkästen aus Hartholz sind stabil, aber etwas schwerer.
    Die Box fürs Pausenbrot kann immer wieder befüllt werden (z. B. Tupperware).
  • Trinkflasche: Letztendlich kann jede Flasche wiederbefüllt werden. Allerdings sind Flaschen mit Weithalsöffnung, wie sie der Outdoorbedarf anbietet, aus Säuberungsgründen erste Wahl.
  • Lineal aus Holz
  • Radiergummis aus Kautschuk enthalten keine Weichmacher.

Geschenkverpackungen

Haben Sie sich schon gefragt, was Sie mit dem alten Kalender vom Vorjahr machen können? Aus Kalenderblättern und Zeitungspapier können Sie individuelle und originelle Geschenkhüllen basteln.

Secondhand kaufen

Es muss nicht immer neu sein. Oft gibt es gute Qualität zu günstigen Preisen. In vielen Orten im Landkreis Diepholz gibt es Second-Hand-Geschäfte. Schauen sie einfach mal rein.

Mehrwegwindeln verwenden

Mehrwegwindeln vermeiden Müll. Sie können mit Mehrwegwindeln auch erheblich Geld sparen. Beratung über Wickelsysteme und Wickelmethoden erhalten Sie im Fachhandel.

Kompostieren

Kompostieren leistet einen erheblichen Beitrag zur Abfallvermeidung und bringt für Sie und die Umwelt viele Vorteile. Es gibt vielfältige Möglichkeiten das Kompostieren in die Praxis umzusetzen.

Warum kompostieren?

Selber kompostieren hat viele Vorteile:

  • das Restabfallaufkommen kann um bis zu 30% reduziert werden.
  • Komposterde enthält alle Nährstoffe, die für das Wachstum Ihrer Pflanzen wichtig sind. Auf zusätzliche Düngemittel können Sie deshalb meistens verzichten.
  • Komposterde ist hervorragend zur Verbesserung der Bodenstruktur geeignet.
  • Transportwege für Bioabfall aus der Biotonne entfallen.

Welche Komposter gibt es?

Komposter werden aus Holz, Metall oder Kunststoff (oft Kunststoff aus Recyclingmaterial) hergestellt. Komposter aus Holz fügen sich gut ins Gartenbild ein. Bei Metallkompostern aus verzinktem Blech können durch den Kompostiervorgang Schwermetalle gelöst werden, die sich in der Komposterde anreichern.



Offener, stabiler Komposter aus Holz: Ein Komposter aus Holz kommt im Garten bei vielen Menschen besser an als einer aus Kunststoff.



Geschlossener Komposter für große Wohnanlagen: Komposter in Modulbauweise, ein Modul hat 1000 Liter Volumen.



Geschlossener Komposter aus Kunststoff: Der Kompost ist vor zu großer Nässe geschützt und empfindliche Nachbarn sehen keinen Komposthaufen.