| Über den Tonnenrand geschaut

Aus der Tonne auf die Felgen

Ein aus Plastikflaschen und Joghurtbechern hergestellter Autoreifen im Querschnitt.
Von sich drehenden Joghurtkulturen zu drehenden Reifen: Aus bis zu 143 Joghurtbechern und zwölf PET-Flaschen kann ein Autoreifen hergestellt werden.

Vorabbemerkung zu dieser Rubrik: Was passiert eigentlich in anderen Branchen und Ländern zu den Themen Umweltpädagogik, Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung? Dieser Frage widmet sich „Über den Tonnenrand geschaut“. Der Beitrag stammt von Michelin aus München. Wir danken Maira Zöller, Head of Public Relations Michelin Europe North, für die Nutzungserlaubnis. Weitere Informationen zu Michelin auf news.michelin.de.

 

Jede Minute landet laut dem Europäischen Parlament weltweit etwa eine Lastwagenladung mit Plastikabfällen im Meer - mit drastischen Folgen für die Umwelt. Der Reifenhersteller Michelin möchte diesem Problem entgegenwirken. Ab 2024 wird das Unternehmen recyceltes Plastik in Reifen verarbeiten. „In einen Reifen können wir mit den Hightech-Recyclingverfahren bis zu 143 Joghurtbecher und rund 12,5 PET-Flaschen verarbeiten. Wir wollen uns dem gesellschaftlichen Plastikproblem stellen und Lösungen anbieten", sagt Anish K. Taneja, CEO der Michelin Region Nordeuropa.

Michelin-Reifen sollen bis zum Jahr 2030 aus 40 Prozent nachhaltigen Materialien wie Naturkautschuk oder Sonnenblumenöl bestehen, bis 2050 vollständig aus nachhaltigen Rohstoffen. Auch erneuerbare Materialien wie recyceltes PET- oder Einwegplastik sollen im Hightech-Recyclingverfahren künftig ihren Weg in die Reifen des Herstellers finden. Fast vier Milliarden PET-Flaschen könnten jedes Jahr als Füllstoff für Reifen recycelt werden. Das klare Ziel: Bereits ab 2024 werden die ersten Michelin-Reifen auf die Straße gebracht, in denen zum Beispiel auch recycelte Joghurtbecher und PET-Flaschen wiederverwertet werden.

Heute schon für morgen aktiv werden

Um das Zukunftsversprechen möglichst früh umzusetzen, zogen sechs Michelin-Teams bereits im Zeitraum der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2021 durch München und animierten die die Menschen zum Recycling von Plastikabfällen. "Die Teams bestehen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller deutschen Michelin-Standorte. Auch der weltbekannte Michelin-Mann beteiligte sich an der Sammelaktion", erzählte Maira Zöller, Head of Public Relations Michelin Europe North. Auf diese Weise möchte das Unternehmen Bewusstsein dafür schaffen, dass der Abfall von heute "zu einer wertvollen Ressource für die Reifen von morgen wird".

 

Über Michelin

Michelin ist ein französischer Reifenhersteller mit Sitz im mittelfranzösischen Clermont-Ferrand. Das Unternehmen entwickelt seit mehr als 130 Jahren Reifen, Dienstleistungen und Lösungen für eine nachhaltige Mobilität. Rund 127.000 Beschäftigte sind auf fünf Kontinenten aktiv, im Jahr 2018 wurden 200 Millionen Reifen produziert. Michelin ist in 170 Ländern vertreten.

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